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Borkum im Winter 2023

Eine Woche Borkum, mit Robben, Orkan und allem, was sonst noch so dazugehört.

Auf nach Borkum! Auf dem obersten Deck, dem Sonnendeck, der Fähre "Münsterland" von Emden nach Borkum ist der Klabautermann, ein völlig überheitzes kleines Kabuff, in dem man sich aufwärmen kann, wenn man es durch Nieselregen und kalten Wind bis hierher geschafft hat.
Hat Borkum ein Sandproblem? An der zum Schutz vor dem blanken Hans gebauten Strandmauer an der Westküste ist gerade ziemlichsehr viel Sand.
Blick aus unserem Hotelzimmer, gegen Mittag, bei auflaufendem Wasser (zwei Stunden nach Ebbe).
Ein Seehund, ein Seehund! Noch dazu in typischer Seehund-Bananen-Yogapose.
Teetid: Ostfriesentee mit Kluntje und Sahne, dazu ein Sanddorn-Sahnetorte.
Dieser Zaun ist aus original Grönlandwal-Kieferknochen aus dem 19. Jahrhundert. Die Walfänger-Kapitäne durften die Knochen der erbeuteten Wale mit nach Hause nehmen. Damit die Knochen möglichst wenig durch Erosion beschädigt werden, hat man sie überdacht.
Und so wurden Walfänger zünftig begraben.
Laut Tidenkalender sollte jetzt eigentlich Hochwasser sein.
Der Borkumer Leuchtturm, oder seemännisch gesagt. das Borkumer Seefeuer, strahlt zwei Blitze mit einer Pause dazwischen aus. Damit sich die Optik nicht allzu schnell drehen muss, ist es so eingerichtet, dass sechs Strahlen gleichzeitig leuchten, entsprechend mit einem kleinen und einem großen Winkel dazwischen.
Ab heute Mittag ist Windstärke 11 angesagt. Gegen den Wind laufen ist anstrengend und schmerzhaft, weil einem Sand und Wind ein unsanftes Gesichtspeeling verpassen.
Jetzt ist schon etwas mehr Meerwasser da. Kurz vor dem Höchststand der Flut bei Sturmflutwarnung. Für die Borkumer noch kein Grund zur Sorge.
Kitesurfer und Wildgänse.
Der kann’s.
Nicht nur ich finde das angespülte Strandgut spannend.
Auch Austernfischer interessieren sich für das, was der Sturm zurückgelassen hat.
Wind und Wasser haben den Seetang elegant am Strand drapiert.
Große Bereiche des Sandstrandes sind nicht oder nur ganz flach unter Wasser. Alles, was da kreucht und fleucht, sucht eifrig nach Snacks, die die letzte Flut angespült haben könnte.
Auch der Sanderling (Calidris alba) möchte seinen Teil abbekommen.
Bei dem Wind muss er sich ganz schön in die Kurve legenm um den Wellen zu entkommen.
Ha, endlich ein Wurm!
Nicht alles, was von Weitem wie eine Robbe aussieht, ist auch eine... vom Sturm angespültes Strandgut.
Der Strand ist sehr breit und sehr flach und Dank der Sturmwarnung auch sehr leer. Unser Hotel liegt direkt an der Strandpromenade, es ist ungeföhr das vierte Gebäude von rechts.
Nur wenige Möven trotzen dem Wind, hier eine Silbermöve.
Silbermöve (Larus argentatus).
Hoppla! Dieser Bunker steckte vor drei Tagen noch fast komplett in den Dünen, nur ein Stück der Vorderseite schaute heraus. Der Orkan Zoltan hat ihn um- und unterspült. Dadurch ist er umgekippt und komplett freigelegt.
Blick auf die Rückseite des Bunkers mit der Eingangstür.
So sieht es in den Dünen aus.
Im Naturschutzgebiet im Osten der Insel darf man die Wege nicht verlassen. Aufgrund des vielen Regens stellt einen das vor besondere Herausforderungen.
Die Salzwiesen im Süden von Borkum.
Blick über die Weiden bei Ostland.
Der neue Leuchtturm von Borkum. Gut zu sehen: die Ringe der Fresnel-Linsen.
Als wir mit der Fähre zurück aufs Festland fahren, ist gerade Flut - einer der zwei Fähranleger steht unter Wasser.
Seezeichen an der Ems. Die Lage der Sandbänke und Untiefen ändert sich hier häufig, deswegen, muss jedes größere Schiff auf diesem Abschnitt einen Emslotsen an Bord nehmen.
Tasgüber sieht man bei der Überfahrt wenigstens was von der Umgebung, auch wenn es nur die Hafen- und Industrieanlagen von Eemshaven sind,
Tschüss, Borkum!